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Tattoo oder Piercing von Minderjährigen


Klare Aussage :
Bei uns werde keine Minderjährigen unter 15 Jahren gepierct oder tätowiert.

Unter 14 Jahren ist dies sogar illegal !

Ab 15 Jahren ist eine Einverständniserklärung des Erziehungsberechtigten / der Eltern unumstößliche Voraussetzung für ein Tattoo oder Piercing.

Intimbereiche für diese Altersgruppe sind bei uns ausgeschlossen.

Ebenfalls sehen wir es als erforderlich an, das mindestens ein Elternteil bei dem Beratungsgespräch persönlich anwesend ist. Denn hierbei wird über Risiken und Nebenwirkungen sowie die Nachbehandlung aufgeklärt.

Euer Team EygenArt

In Sachen Ohrloch schießen :

In gar keinem Falle !!

Diese Pistolen wurden zum Markieren von Vieh konzipiert und gehören auch dort hin - hier wird das Gewebe zermatscht und eigentlich nie, wird eine solche Pistole nach ihrem Einsatz gereinigt und desinfiziert.


Schönheitseingriffe

Zu jung für Piercing und Tattoo

VON MICHAEL BERGIUS

Hingucker oder Leichtsinn?
+ Hingucker oder Leichtsinn? (dpa)

Berlin. In der Politik und in Teilen der Ärzteschaft wächst der Unmut über Schönheitsoperationen. Die Mahnungen betreffen insbesondere Eingriffe an Kindern und Jugendlichen.

Jährlich lässt sich etwa eine Million Bundesbürger "schönheitschirurgisch" oder kosmetisch behandeln - an Nase oder Ohr, an der Brust oder durch Tätowierungen. Zehn Prozent der Betroffenen sind jünger als 20, ein Fünftel der zwischen 9- und 14-Jährigen wünscht sich, anders auszusehen. Diese Zahlen bieten Union und SPD Anlass, Alarm zu schlagen. Bund und Länder sollten "kritisch" hinschauen und auch "Verbote von nicht medizinisch indizierten Schönheitsoperationen an Minderjährigen prüfen", heißt es in einer gemeinsamen Entschließung.

Bestärkt werden die Koalitionäre von zahlreichen Experten, die für die kommende Woche zu einer Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestages geladen sind. Der Verband der Kinder- und Jugendärzte fordert den Gesetzgeber auf, "Piercing und Tätowierung von Minderjährigen grundsätzlich zu untersagen". Mit "großer Sorge" betrachten die Mediziner "zunehmende Eingriffe bereits bei Kindern unter zehn Jahren in teilweise dubiosen Studios" und oft sogar ohne Einwilligung der Erziehungsberechtigten.

Kritik am "Schönheitswahn" äußert auch der Bundesverband der Verbraucherzentralen. Werbebeschränkungen sowie das ärztliche Standesrecht reichten längst nicht mehr aus, um besonders Jugendliche "vor den oft trügerischen Verheißungen wunscherfüllender medizinischer Dienstleister zu schützen". In Anbetracht zunehmender Folgeschäden müssten die "Anbieter solcher Leistungen" gesetzlich verpflichtet werden, eine umfassende Haftpflichtversicherung abzuschließen, verlangt die Konsumenten-Lobby. Ähnliche Forderungen erheben auch Union und SPD in ihrem Antrag sowie die Dachverbände für plastische und ästhetische Chirurgie. Letztere sprechen sich überdies für klare Abgrenzungen aus: "Jeder Arzt mit Vollaprobation" dürfe sich in Deutschland "Schönheitschirurg" nennen, zürnt eine der Fachzünfte; oft setzten auch Heilpraktiker Anti-Falten-Spritzen, obwohl sie dies nicht dürften.

Ein anderer Lobby-Verband rät zum Blick über die Grenzen: In Frankreich dürften chirurgische Eingriffe nur in Spezialeinrichtungen "mit entsprechenden Hygiene-Vorschriften" vorgenommen werden; plastische Operationen seien dort "für Allgemeinärzte oder fachfremde Kollegen" tabu.

Ungeachtet dessen, was einige wenige Pfuscher trieben, sei die ästhetisch-plastische Chirurgie segensreich, betont deren Dachorgan DGÄPC. Höchst "dankbar" seien viele jugendliche Patienten, berichtet ihr Vorsitzender in seiner Stellungnahme für den Ausschuss über seine Erfahrungen mit Eingriffen an Pubertierenden. Auch eine Bochumer HNO-Fachklinik gibt Auskunft: Die Bedeutung der Nase "als zentrale Struktur im Gesicht" sei für das Selbstbild von Jugendlichen "von erheblicher Bedeutung" - was denn auch den "häufig starken Wunsch nach Korrektur bei einer Fehlform" erkläre.

Die Kinder- und Jugendärzte äußern sich differenzierter: Manche Eingriffe bei Minderjährigen seien zweifellos medizinisch geboten, heißt es in ihrer Stellungnahme. Sie verweisen zum Beispiel auf angeborene Fehlbildungen, die beseitigt werden müssten; ähnliches gelte für Maßnahmen, die der "Wiederherstellung einer normalen Funktion oder des Selbstwertgefühls" dienten. Operationen nur "zur Erfüllung des Strebens nach einem bestimmten Schönheitsideal" seien aber abzulehnen, betont der Verband. Dies gelte auch für die Fälle, in denen Eltern ihre Zustimmung gegeben hätten.

Copyright © FR-online.de 2008

Erscheinungsdatum 18.04.2008

Ikes Meinung dazu :

Einmal Seriösität, Sauberkeit und Kenntnis in allen Studios vorausgesetzt :

So langsam fragt man sich dann doch schon,
ob der Erziehungsberechtigte überhaupt noch irgendeine Funktion hat.

Selbstverständlich lehnen auch wir Tattoos oder Piercings an unter 15 Jährigen ab.
So kann nach eingehender Beratung und einer Bedenkzeit, eine/ein 15 Jährige/Jähriger im Beisein der Eltern sich piercen oder tätowieren lassen.

Jedoch sind jeglich Intimbereiche für diese Altersgruppe bei uns ausgeschlossen.

Nur scheint es in der Regel bei derlei Diskussionen eher um die sogenannte plastische Chirurgie zu gehen und somit um sehr viel Kohle.

Fraglich für mich ist in diesen Artikeln eigentlich immer, warum auch jedesmal das Tattoo,- oder Piercingstudio gleich mit in den Topf geworfen wird. Sicherlich handelt es sich bei einem Tattoo oder Piercing zunächsteinmal um einen, im weitesten Sinne "chirurgischen" Eingriff aber sicherlich nicht mit einer derartigen Tragweite wie eine Nasenkorrektur oder einer plastischen Vergrößerung der Brüste.

Mir als Vater wäre es jedenfalls lieber, wenn mein Junge mit seinen Ideen zu mir käme und ich die Chance hätte mit ihm ein entsprechendes Studio auszusuchen und eine fundierte Beratung zu bekommen.
Als dass er sich mit ein paar Kammeraden im Keller zusäuft und mit heisser Nadel sich ein Augenbrauen Piercing stechen würde, nur weil es eben durch Paragraph XY verboten sei...


Bei www.Gutefrage.net

Wo lässt man einer 2-jährigen am besten die Ohringe stechen?

gefragt von Ritchie0512

Natürlich kommen die Löcher in die Ohrläppchen, schon klar ;-)! Aber soll man zum Arzt, ins Piercingstudio oder zum Friseur (früher soll der das gemacht haben ???)

 

Neben, zum Teil recht unprofessionellen und dummen Antworten hier meine gegebene Antwort dazu :

Hallo Ritchie, naja - nachdem du nun als Perverser Kinderschänder dastehst, der es schön finden würde seiner kleinen die Ohren zu zestören. Ach ja - dann sollen auch noch deine eigenen Ohren . . .

Es waren aber auch qualitativ hochwertige Antworten dabei.

Deine Frage hier zu stellen, zeigt mir doch, das es um dich wohl anders bestellt ist und du dir die richtigen Sorgen zum richtigen Zeitpunkt machst und somit deiner Verantwortung bewusst zu sein scheinst.

Es gibt wohl keine allgemein gültige Antwort Pro oder Kontra in Sachen Ohrlöcher im frühen Kindesalter. Solltet ihr euch jedoch für einen Ohrring entscheiden, dann bitte weder beim Friseur noch dem freundlichen Juwelier - hier ist das Infektionsrisiko am höchsten wegen der mangelnden Hygiene.

Ein Piercingstudio ist zwar bei entsprechend gut geschultem Personal die bessere Wahl ( habe selber eines )es könnte aber sein, das deine Tochter in dieser Umgebung eher ängstlich reagiert als beim Arzt.

Ich empfehle Eltern daher immer gerne ihren Kinderarzt - insofern dieser solche Arbeiten ausführen kann und möchte. Diesen kennt das Kind möglicherweise und hat zu ihm etwas mehr Vertrauen als zu einem Fremden Menschen. Die Kinderarztpraxis ist sicherlich auch entsprechend seiner Klientel eingerichtet und somit Kinderfreundlich beschaffen. Der Mediziener wird Eure Tochter sicher besser kennen und möglicherweise auch auf entsprechende Kindbezogene Risiken und Nebenwirkungen hinweisen können wie z.B. Allergien gegenüber diverser Metalle oder ihrer Legierungsbestandteile wie z.B. Nickel.

Ansonsten ist ein Ohrloch zu stechen keine grosse Sache und heilt in der Regelauch sehr schnell wieder ab. Allerdings müsstet ihr Eure Tochter schon selber richtig gut einschätzen können ob sie z.B. arg herumtobt zu Hause oder einen ruhigen Schlaf hat und sich daher wenig wälzt und dreht.

In Sachen Ohrclips :

Sehen sicher schön aus - aber diese sind oftmals derart stark gespannt, das dass Kind beim tragen einen permanenten Schmerz spürt und das Ohr nicht selten rot und dick wird. Eine Kontaktallergie kann ebenfals nicht ausgeschlossen werden. Mit einem Ohrclip kann bestenfalls eine "Anprobe" durchgeführt werden oder wenn Ohrschmuck nur beim Besuch der Oma getragen werden soll - In keinem Fall dann aber am falschen Ende sparen und hier tatsächlich mal beim Juweliergeschäft reinschauen.

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